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Riechen und Schmecken gehören neben dem Sehen, Hören und Tasten zu den Sinneswahrnehmungen des Menschen und tragen somit zur Lebensqualität bei, bedeuten aber auch Schutz in Gefahrensituationen.
Jeder zweite über 65jährige ist von einer Geruchsminderung betroffen. Hierbei kann die mit zunehmendem Alter nachlassende Aktivität der Riechzellen eine Rolle spielen. Allerdings leiden auch ca. 2% der unter 65jährigen an Riechstörungen.

Was bezeichnet man als Riechstörung?

Welche Ursachen sind möglich?

Was ist zu tun?

Dem Gespräch schliesst sich eine klinische (körperliche) Untersuchung an. Mit dem Endoskop hat der Facharzt die Möglichkeit, das Innere der Nase bis hin zur Riechspalte zu betrachten. Er kann sehen, ob eine Verkrümmung der Nasenscheidewand (Septumdeviation) vorliegt, ob sich Polypen gebildet haben oder durch vorangegangenen Operationen Vernarbungen entstanden sind.

Zur Komplettierung der Diagnostik wird ein Riechtest durchgeführt. Hierbei werden dem Patienten verschiedene Duftstoffe (in Form von Riechstiften) dargeboten. Der Patient wird nun gebeten, sowohl die Identität des Duftes - unter Zuhilfenahme von 4 Auswahlmöglichkeiten - zu bestimmen, als auch die Intensität der Wahrnehmung zu benennen. Ebenfalls wird ein Seitenvergleich - linkes und rechtes Nasenloch – vorgenommen.
Zusammenfassend bespricht der Facharzt die Ergebnisse und die daraus schlussfolgernde Therapie mit dem Patienten. Mögliche Therapien sind: Medikamentöse Therapie, operativer Eingriff, Riechtraining. Letzteres kann prinzipiell zur Verbesserung des Riechvermögens angewendet werden. Den Test kann man sich selbst zusammenstellen: Er besteht aus Kaffeebohnen, Gewürznelken, Pfefferminzöl, Parfüm. Diese Substanzen füllt man in luftdicht verschliessbare, kleine Behältnisse und riecht 2x täglich für 15 Sekunden daran. Monatlich sollten die Substanzen durch frische ersetzt werden. Nach ca. 10-12 Wochen sollte ein Trainingserfolg zu verzeichnen sein.