Wir sind gesund, haben keine Erkältung und trotzdem: Kaum bewegen wir uns im Freien, die (Atem)Luft ist kalt, und schon beginnt die Nase zu «laufen».

Dies ist eine Kältereaktion der Nase, denn diese hat viele Aufgaben zu erfüllen: Transportieren, reinigen, erwärmen der Atemluft, befeuchten der Nasenschleimhaut, das Riechen ermöglichen, das Schmecken unterstützen.

Dieses komplizierte System arbeitet eng mit dem Gehirn zusammen. Sobald kalte Luft in «das System» strömt, erhält das Gehirn eine Meldung hinsichtlich der Untertemperatur. Um diese auszugleichen, schickt das Gehirn eine Antwort an die Nase zurück: Erwärmen! Daraufhin strömt warmes Blut in die Nasenmuscheln, die sich im Inneren der Nase befinden, sie schwellen an, wodurch sie eine Art Schutzwall bilden, damit die Luft nicht so kalt in die unteren Atemwege weiter geleitet wird.

Zudem erhöht sich die Produktion von Nasensekret, das nun durch die Schwellung nicht mehr, wie normalerweise, nach hinten in den Rachen abfliesst, sondern nach vorn aus der Nase heraus läuft. Diese erhöhte Sekretproduktion hat eine wichtige Funktion: Sie schützt und reinigt zusätzlich die Nase; alles, was nicht in die Nase gehört, wird abtransportiert.