Sie ist das Steuerorgan (in Form eines Schmetterlings von ca. 3cm Grösse je Seite), das zahlreiche Körperfunktionen beeinflusst und mit den beiden von ihr produzierten Hormonen den Stoffwechsel im Körper am Laufen hält. Gerät diese Aufgabe aus dem Gleichgewicht, kann eine Erkrankung der Schilddrüse (z.B. eine Über- oder eine Unterfunktion) vorliegen. Die Symptome sind vielfältig und zunächst unspezifisch: z.B. Tagesmüdigkeit, Lustlosigkeit, Frösteln, Vergesslichkeit, depressive Stimmung, Gewichtszunahme, Haarausfall, «aufgeschwemmte» Bereiche im Gesicht und an den Beinen. Zur Abklärung gehen Sie zum Arzt, damit mittels verschiedener diagnostischer Verfahren festgestellt wird, ob und welcher Art eine Erkrankung vorliegt. Zu diesen Verfahren gehören:

  • Tastuntersuchung
  • Blutuntersuchung
  • Hormontest
  • Ultraschall
  • Feinnadelpunktion (ultraschallgesteuert)
  • Szintigrafie (Funktionstest der Schilddrüse)

Fast alle Schilddrüsenerkrankungen können gut behandelt werden. Gegebenenfalls rät der Arzt zu einer Operation, wenn:

  • eine erhebliche, atemeinschränkende, Vergrösserung der Schilddrüse besteht
  • eine schwere Überfunktion nachgewiesen wurde
  • eine Krebserkrankung vorliegt
  • sich der Verdacht auf einen bösartigen (kalten) Schilddrüsenknoten bestätigt

Als weitere Erkrankungen der Schilddrüse sind bekannt:

  • Hashimoto (chronische Entzündung der Schilddrüse)
  • Kropf
  • Morbus Basedow (Autoimmunerkrankung)

Sind in der Familie Schilddrüsenerkrankungen bekannt, wird eine Vorsorgeuntersuchung empfohlen.