Als Ohrenschmerzen bezeichnet man alle Schmerzen, die im Bereich des äusseren Ohres oder im Mittelohr auftreten. Sie sind spürbar als drückender oder stechender Schmerz, auch als Knacken in einem oder beiden Ohren. Auch beim Kauen können die Schmerzen auftreten. Alle diese Schmerzen können mit verminderter Hörfähigkeit, Schwindel, Übelkeit, Flüssigkeitsaustritt aus dem Ohr und Fieber einhergehen. Am meisten davon sind Kinder betroffen, aber auch Erwachsene zählen zu den Patienten.

Die Ursachen sind sehr verschieden, z.B. durch Erkältung, Allergien oder Infektionen, welche zu einer Schwellung der Schleimhaut und Verstopfung der Eustachischen Röhre (eine kleine, röhrenähnliche Verbindung zwischen Mittelohr und Nasenrachen) führen. Ihre Aufgabe besteht darin, das Mittelohr zu belüften und ggf. Sekret abzuleiten. Ist diese Röhre verstopft, sammelt sich Flüssigkeit hinter dem Trommelfell an und es kommt zur (Mittelohr-) Entzündung mit einhergehenden Schmerzen.

Eine nicht oder zu spät behandelte Mittelohrentzündung kann zu schweren und chronischen Schäden führen. Wird sie schnell erkannt und behandelt, kann das Gehör wieder vollständig hergestellt werden.

Der HNO-Arzt untersucht prinzipiell beide Ohren, speziell das Trommelfell, ob es Reizungen aufweist oder gerötet ist. Letzteres deutet in den meisten Fällen auf eine Mittelohrentzündung (Otitis Media) hin. Zur vollständigen Abklärung kann ein Hörtest (Audiogramm , s. Hördiagnostik bei Kindern) und die Messung der Trommelfellbeweglichkeit (Tympanogramms) notwendig sein.

Die Behandlung erfolgt durch die Verabreichung von Nasentropfen, damit das angesammelte Sekret abfliessen kann und ggf. durch die Einnahme von Antibiotika bis zum vollständigen (!) Abklingen der Entzündung. Zusätzliche Linderung verschafft die Wärmebehandlung und die kontrollierte Einnahme eines Schmerzmittels.