Diese nuklearmedizinische Untersuchungsmethode kommt bei Funktionsstörungen der Schilddrüse zum Einsatz. Sowohl die Jodaufnahme der Schilddrüse wie auch die Funktionsverteilung innerhalb der Schilddrüse werden bildlich dargestellt. Die Aufnahmen dienen der Unterscheidung verschiedener Formen der  Schilddrüsenfunktionsstörungen und anschliessend einer optimalen Therapieauswahl.

Eine leicht radioaktive Substanz (Radionuklid) wird in der Regel in die Armvene gespritzt (bei speziellen Fragestellungen alternativ geschluckt). Nach einer kurzen Wartezeit von 20 Minuten entsteht mit Hilfe einer speziellen Kamera ein Bild über die Verteilung der applizierten Substanz in der Schilddrüse (Szintigramm). Die radioaktive Substanz wird nach kurzer Zeit vom Körper wieder problemlos ausgeschieden. 

Die Szintigraphie ist im Kanton nicht verfügbar. Unsere Schilddrüsenszintigramme lassen wir im Institut für Radiologie und Nuklearmedizin der Hirslanden Klinik St. Anna Luzern durchführen. Sowohl der Befundbericht wie auch die Bilddaten werden zu uns direkt digital übermittelt. (Link

Unten einige typische Bildbeispiele von Schilddrüsenszintigrammen:

 
Normale Radionuklidspeicherung: Normalbefund


Intensiv vermehrte Radionuklidspeicherung: meist bei Schilddrüsenüberfunktion


Lokalisiert intensive Radionuklidspeicherung: heisser Knoten


Lokalisiert fehlende Radionuklidspeicherung: kalter Knoten